Wiederaufbau

baubeginn_large

Mit 1. Juli 2008 übernahm das Land Salzburg die Pinzgauer Lokalbahn von den ÖBB. Das Land setzte die Salzburger Lokalbahn als Betreiberin ein. Wesentlicher Teil des Betriebskonzeptes war dabei der Wiederaufbau der 2005 vom Hochwasser zerstörten Strecke.

Dezember 2009: Abschnitt Mittersill – Bramberg eröffnet

Wiederaufbau

Seit 13. Dezember 2009 verkehren die Züge wieder auf den ersten 11 km der neu errichteten Strecke. Rund sieben Monate vorher wurde mit den ersten Baumaßnahmen begonnen. Es wurden die Gleise samt Unterbau erneuert und vier größere Brücken neu errichtet. Außerdem wurden erhebliche Mittel in die Verbesserung der Sicherungsanlagen gesteckt. Vier Ingenieure und rund 25 Facharbeiter waren vor Ort mit dem Wiederaufbau beschäftigt.

Frühjahr 2010: Start  der Bauarbeiten bis Krimml

Wiederaufbau

Nach Fertigstellung der Neubaustrecke bis Bramberg wurden die Arbeiten in Richtung Krimml fortgesetzt. 14 Kilometer der Strecke sind hier neu zu errichten bzw. zu sanieren. Begünstigt durch das milde Winterwetter Ende 2009 konnten noch wesentliche Bauabschnitte bis westlich von Neukirchen am Großvenediger begonnen und teilweise auch abgeschlossen werden. 7 km Neubaustrecke sind somit für die Gleisverlegung im Frühjahr 2010 bereits vorbereitet. Der Endbahnhof Krimml wird 2010 wieder fahrplanmäßig erreicht werden.

50 km Schienen, 40.000 Betonschwellen

Wiederaufbau

Insgesamt werden 10 Kilometer der Strecke komplett neu errichtet und die restlichen 15 Kilometer Altbestand saniert. Die Arbeiten werden abschnittsweise vorangetrieben. Somit können fast alle Materialtransporte auf der Schiene erfolgen. 50 km Schienen, etwa 40.000 Betonschwellen und der erforderliche Gleisschotter werden mit der Bahn angeliefert. Für die Schottertransporte stellt auch die Zillertalbahn leihweise Wagen zur Verfügung und für die Verlegung der Betonschwellen kommt ein Spezialkran zum Einsatz.

Umfangreiche Planungsarbeiten

wiederaufbau_large

Um ein derartig komplexes Bauvorhaben abzuwickeln, sind hinter den Kulissen umfangreiche Planungs- und Vorarbeiten nötig. Die Landesbaudirektion des Landes Salzburg und die Spezialisten der Salzburger Lokalbahn bereiten das Fundament für eine kostengünstige Betriebsführung. Dabei soll der Neubau auch dem Hochwasser mehr Widerstand bieten. Es wird auch zukünftig Streckenabschnitte geben, die bei auftretendem Hochwasser überspült werden. Mit einer neuen Oberbauform wird versucht, im Hochwasserfalle die Schäden an den Gleisanlagen gering zu halten. Der Schotteroberbau wird dabei in einem Betontrog errichtet, um eine Unterspülung wirksam zu verhindern. Die Schwellen liegen in einem 45 cm dicken Schotterbett und das Unterbauplanum hat ein Gefälle von 5 % zur Entwässerung. In Summe betragen die Investitionen für den Wiederaufbau, die Sanierung/Linienverbesserung und sonstige Investitionen (Fahrbetriebsmittel) rund 32,3 Millionen Euro.