Auf den Spuren der Alten Salzach bei Uttendorf und Pirtendorf

uttendorf

Charakteristik
Leichte Wanderung, reine Gehzeit rund zweieinhalb Stunden, kaum Höhenunterschiede.

Anreise
Mit der Pinzgauer Lokalbahn aus beiden Richtungen zum Bahnhof Uttendorf-Stubachtal: Aus Richtung Krimml stündlich sowie Zell am See ab um 6.30 und dann ab 8.00 stündlich zur vollen Stunde. Die Fahrkarte gibt es ohne Aufpreis beim Zugbegleitpersonal.

Wanderung
Vom Bahnhof Uttendorf geht man in südwestlicher Richtung über die Salzachbrücke und gleich nach ihr nach rechts zur Salzachsiedlung. Dort beginnt der von der Biotopschutzgruppe gestaltete Lehrweg durch die Achenfurt. Die Achenfurt ist eine drei Hektar große natürliche Au. Sie ist der letzte Rest des historischen Salzachverlaufes. Ab 1830 wurde die Salzach reguliert und nach Norden verlegt. Wo früher die Salzach floss, fließt jetzt der elektrische Strom. Im Jahr 2002 wurde die Salzach im Mündungsbereich der Stubache aufgeweitet. Durch Tieferlegen wurde ein Retentionsbecken für 16.000 Kubikmeter Wasser geschaffen – bei normalem Wasserstand ein Feuchtbiotop und Naherholungsraum. Durch die Auenlandschaft führt der Pfad Richtung Süden hinaus in eine Lichtung, unter vier Hochspannungsleitungen durch bis zum Hangfuß. Dort folgt man dem breiten Weg nach rechts. Bald kommt man zu den Abraum-Schlammteichen des Mittersiller Scheelitbergwerks. Das Schild „Betreten der Bergbauanlagen verboten“ ist so zu verstehen, dass man den Weg nicht verlassen darf. Der Weg biegt etwa 200 m vor der begrünten Böschung des Schlammteiches nach rechts ab. Die Halde wird heuer nach Osten erweitert, inklusive Rodungen und Wegverlegung. Die Bergbau AG bemüht sich, den neuen Bach naturgerecht anzulegen.
Nach der Salzachbrücke führt der Lehrpfad auf dem Salzachdamm nach links. 50 m nachdem auch rechts des Weges Bäume stehen, geht man schräg nach rechts auf einem Wiesenweg 100 m zu drei Schautafeln auf einem kleinen Hügel.
Der Pirtendorfer Talboden ist das bedeutendste Feuchtgebiet im Oberpinzgau. Vor der Regulierung gab es dort die Pirtendorfer und die Stuhlfeldener Lacke, die Salzach floss etwas südlicher. Nach der Regulierung blieben etwa zehn Hektar Erlenwälder, feuchte Gebüsche, nasse Wiesen, ein Salzachaltarm und Tümpel mit Schilf erhalten. Der Pirtendorfer Talboden ist ein wichtiges Refugium bedrohter Pflanzenarten und Lebensraum besonderer Vogelarten und für Amphibien.
Die Route führt weiter den Damm entlang, dann durch den Erlenwald zum Bahnübergang bei Stuhlfelden-Siedlung. Von dort kann man nach Stuhlfelden gehen (über die Landesstraße und oberhalb der Landesstraße in den Ort gehen) oder auf dem Lehrweg zurück zur Bahnhaltestelle Pirtendorf. Von der Salzachbrücke führt der Güterweg nach Norden direkt zur Bahnhaltestelle.

Rückfahrt
Von Stuhlfelden täglich bis 20.42 zur Minute .42 nach Krimml und täglich bis 19.13 zur Minute .13 nach Zell am See. Von Pirtendorf (Bedarfshalt mit Haltewunsch-Knopf) zwei Minuten früher bzw. später.

Einkehrmöglichkeiten
In Stuhlfelden.

Karte
Kompass Nr. 29 Kitzbüheler Alpen