Von Walchen über das Naglköpfl nach Steindorf bei Niedernsill

naglkoepfl

Charakteristik
Mittlere Wanderung, reine Gehzeit zwei bis zweieinhalb Stunden, Höhenunterschied 325 Meter.

Anreise
Mit der Pinzgauer Lokalbahn aus beiden Richtungen zur Haltestelle Walchen: Aus Richtung Krimml stündlich sowie Zell am See ab um 6.30 und dann ab 8.00 stündlich zur vollen Stunde mit zusätzlichen Zügen an Werktagen außer Samstag um 8.30, 11.30, 12.30 und 13.30 Uhr. Die Fahrkarte gibt es ohne Aufpreis beim Zugbegleitpersonal.

Wanderung
Von der Haltestelle Walchen (765 m) geht man Richtung Dorf Walchen. 50 m westlich der Kirche zweigt der Bachweg ab. Ab hier weisen Schilder „Kulturlandschaftsweg“ die Richtung zum Naglköpfl. Über den Krapfbauern mit Kräutergarten führt der Weg über Wiesen und am Waldrand hinauf. Auf etwas mehr als halber Höhe wurde eine Holzknecht-Rindenhütte mit originalem Material nachgebaut. Knapp unterhalb des Gipfels führt ein kurzer Weg nach rechts zur Jausenstation Nagelbauer. Das Naglköpfl (1.090 m) war eine der ersten Besiedlungspunkte der Kelten und ist ein magischer Kraftplatz mit Keltenwiegen zum Entspannen und Krafttanken. Hölzerne Wiegenliegen laden ein, den Blick in die Tauern in sich aufzunehmen. In den Bäumen sind Kunstwerke (Waldgeister) angebracht. Wenige Meter unterhalb des Köpfl steht eine neu erbaute Kapelle mit einem Bergkristall-Brunnen und kunstvollen Heiligenfiguren zum Besinnen. Entlang dieses schönen Höhenweges informieren Tafeln des Kulturlandschaftsweges über die Fauna und Flora des Oberpinzgaus. In den Schautafeln werden wechselnde Informationen und Bilder, Zeichnungen oder Malerei präsentiert. Entlang des Weges gibt es auch eine Kneippanlage. Oberhalb des Ematenhofes mündet der Höhenweg in den Güterweg, der hinunter nach Steindorf bei Niedernsill führt.

Die Ortsbezeichnungen stammen zum Großteil von den Baiern, die einwanderten, nachdem die Römer 488 abgezogen waren. Die einwandernden Baiern folgten den Römerstraßen und trafen auf romanisierte Einheimische. Die Orte der Restbevölkerung nannten sie „Walchen“. Auch anderswo liegen Orte mit der Silbe Walchen neben Orten mit dem Namen Steindorf, so auch Straßwalchen – Steindorf und Seewalchen mit seinem Ortsteil Steindorf. Ortsnamen mit „Stein“ wie Steindorf können auf römische, steinerne Bauweise bzw. Reste römischer Siedlungen hindeuten, die sich von der bei den Baiern üblichen Holzbauweise deutlich unterschieden.

Rückfahrt
Von Niedernsill (769 m) täglich bis 20.28 zur Minute .28 nach Krimml und täglich bis 19.28 zur Minute .28 nach Zell am See.

Einkehrmöglichkeiten
Nagelbauer (Ruhetage Montag, Dienstag), Gasthöfe in Niedernsill.

Internet
www.piesendorf.at/Wandern.42.0.html, www.naglbauer.at/de/sommer.html

Karte
Kompass Nr. 030 Zell am See – Kaprun Maßstab 1 : 35.000